Reaktionen
Wow, mein Telefon steht kaum still und mein eMailpostfach quillt über. Wüste Beschimpfungen, nette Kommentare und polemischen Schwachsinn muss ich mir anhören und lesen.
Man könnte fast meinen, meine kleine Ankündigung macht den einen oder anderen ein wenig nervös.
Aber statt konstruktive Kritik zu üben, wird über meinen literarischen Stil geschimpft und mir vorgeworfen, ich wolle schmutzige Wäsche waschen. Basis dafür ist das erste Kapitel. Aha.
Beweggründe
Ich hatte wirklich nicht damit gerechnet, dass mein Blog so hohe Wellen schlägt. Eine Diskussion im Forum dsc4ever.de ist nur wenige Stunden nach dem Liveschalten meiner Website entbrannt und auch das Westfalenblatt hat ein Interview mit mir geführt.
Da es neben einigen ermunternden Kommentaren auch sehr viel Kritik gab und gibt, möchte ich die Gelegenheit nutzen und die Beweggründe für meinen Entschluss, das Schreiben zu beginnen, darlegen.
Gibt es einen kommerziellen Hintergrund?
Es gibt weder einen Verlag noch einen Auftraggeber für Willkommen im Club. Und daran wird sich vermutlich auch nichts ändern. Ich schreibe in erster Linie für mich und diejenigen, die meine Geschichte interessiert. Sollte es jedoch tatsächlich jemanden geben, der das Buch in Druck geben möchte, dann werde ich selbstverständlich nicht nein sagen. Aber selbst damit würde sicherlich keinerlei Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag entstehen, das man als kommerziell bezeichnen kann.
Geht es um Reinwaschen der eigenen Tätigkeit?
Nein. Es geht um die Geschichte als solche. Ich habe während meiner Tätigkeit bei Arminia Fehler gemacht, die ich heute nicht noch einmal machen würde. Aber es geht natürlich auch um Dinge, die ich oder besser der Verwaltungsrat nicht durchsetzen konnte. Und damit geht es auch um meine Vision einer Arminia, die in der Zukunft wieder unabhängig ist.
Selbstreflexion trifft es wohl am besten.
Überraschungssieg
Ich schnelle hoch wie ein Klappmesser als ich meinen Namen höre. Wieviele Stimmen ich bekommen habe, kann ich nicht hören. Die Stimme von Versammlungsleiter Michael Vesper geht im Gejohle der Menge unter und ich bin einen Moment wie in Trance. Ich drehe mich zu meinen Leuten um und balle die Faust. Unfassbar, ich bin gewählt. Dass Olaf Köster den fünften und damit letzten Platz im Verwaltungsrat erobert hat, nehme ich erst Sekunden später wahr. Sekunden, die mir wie eine Ewigkeit vorkommen.
Willkommen im Club
Eigentlich könnte ich ja meine Klappe halten. Aber das Jahr zwischen Oktober 2010 und Oktober 2011 war das wohl aufregenste und spannenste Jahr seit ich denken kann. Ich war plötzlich im Verwaltungs- und Aufsichtsrat eines Profifußballvereins. Oder das, was davon übrig geblieben ist.
Arminia ist für mich ein Stück alte Heimat und ich habe mich sehr gern engagiert, bin zigtausend Kilometer gefahren und habe an unzähligen Sitzungen teilgenommen. Ich habe außerdem eine Menge interessanter Leute kennen und schätzen gelernt.
Aus diesen Gründen habe ich mich entschlossen, meine Erlebnisse schriftlich festzuhalten. Wie schon bei Facebook angekündigt, schreibe ich gerade an einem Buch. Der Titel: Willkommen im Club. Ich werde hier einige Auszüge veröffentlichen. Ob ich es jemals in Druck geben werde oder nicht, steht noch nicht fest.
Alles weitere Findet Ihr in der Kategorie Willkommen im Club.
Der Blog ist tot, es lebe der Blog
Seit über einem Jahr habe ich nichts mehr gebloggt. Für mich ein Anlass, den alten Blog sterben zu lassen und einen neuen zu beginnen. Es ist ja auch eine Menge passiert, zwischen Oktober 2010 und heute.
Lasst Euch einfach überraschen. Ich werde sicherlich viel Unsinniges aber auch viel Interessantes schreiben. Und ja, auch Arminia spielt dabei eine Rolle. Irgendwie muss man diese Geschichte ja verarbeiten.
Viel Spaß im neuen Blog!




