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14. November 2011

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Union Berlin macht’s vor

Die Berliner Morgenpost berichtete am 7. November, Union Berlin verkaufe sein Stadion an seine Fans und findet die Idee “ziemlich pfiffig”. Während der 1. FC Union Berlin also seine Mitglieder und Sponsoren – und nur die dürfen Aktien kaufen – mit einbindet, um ein bundesligataugliches Stadion zu bauen, ist man bei unserer Arminia schon soweit. Zumindest, was das Stadion angeht. Die Alm ist absolut bundesligatauglich. Doch mir fallen, mit einem leichten Schmunzeln, durchaus einige Parallelen zu der einen oder anderen Idee auf, die wir vor und während unserer Amtszeit immer wieder in die Gremien gebracht haben. Nein, es sind nicht einige Parallelen, es ist im Prinzip die gleiche Idee.

SchücoArena in Bielefeld

SchücoArena ©Zefram

Öffentlich gemacht haben ein solches Konzept bereits vor Jahren die Kritischen Arminen sowie Friedrich Straetmanns und ich im März 2010, als wir Fußball ist Fansache gründeten. Doch was uns von den Unionern unterscheidet, ist anscheinend die Akzeptanz in den Gremien für unorthodoxe Lösungen. Immerhin haben wir im Januar die DSC Arminia Bielefeld Arena- & Liegenschafts-Management GmbH & Co. KG (ALM) gegründet, um unser Stadion dorthin auszugliedern. Das sollte (und würde) den e.V. schnell und konsequent auf dem Papier entschulden, denn immerhin ist die Alm laut Gutachten etwa fünfundzwanzig Millionen Euro wert. Eine Summe, die sich mit den Verbindlichkeiten nahezu deckt. Sicherlich, es gibt noch einige Gründe, warum das Stadion noch nicht ausgegliedert ist. Trotzdem sind bereits jetzt alle technischen Voraussetzungen für eine Vermarktung von Stadionanteilen geschaffen.  Doch selbst diese Gründe ließen sich durch ein leicht verändertes Konzept umgehen. Man könnte das Stadion sogar im Verein belassen, wie ein ein ausgewiesener Fachmann, der uns während der gesamten Ideenfindung permanent unterstützt hat, nochmals bestätigte.

Mit den eingenommenen Geldern aus dem Verkauf von Anteilen könnte man die dringenden Probleme lösen:

  • Reduzierung des Kapitaldienstes durch Ablösung der Bankkredite
  • Rückführung des Darlehens an die DFL
  • Reduzierung der Stadionpacht aufgrund des geringeren Kapitaldienstes und damit mehr Mittel für den Etat der KGaA zur Verwirklichung der sportlichen Ziele

Sicherlich wird es nicht möglich sein, ad hoc genug Kapital einzusammeln. Die Einwerbung der Mittel und die Ablösung der Bankdarlehen müssen sukzessiv ablaufen. Außerdem bin ich mir sicher, dass diese Idee auch Kapitalgeber außerhalb der Region ansprechen würde, die Ihr Geld in einer Sonderimmobilie anlegen möchten.

Ich für meinen Teil hoffe, dass sich auch das neue Präsidium intensiv mit diesem Gedanken beschäftigt. Langfristig ist diese Option in meinen Augen ein guter Weg, um sich aus der Finanzmisere zu befreien und unabhängiger von Banken und Sponsoren zu werden, auch, wenn diese sehr viel für unsere Arminia getan haben. Allen voran Gerhard Weber und die Schüco International KG.

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  1. Marcus Landwehr
    19. Nov 2011
    22:46

    Nette Idee, aber schwer umzusetzen. Wir haben doch erst ne Anleihe gezeichnet. Warum also was neues?

    Antworten

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