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	<description>Wenn der Name Programm ist</description>
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		<title>Kentsch legt vor, Dammeier kontert</title>
		<link>http://www.geilhaupt.com/2012/01/17/roland-kentsch-legt-vor-detlev-dammeier-kontert/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 11:28:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arminia]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Mamerow]]></category>
		<category><![CDATA[Detlef Echternkamp]]></category>
		<category><![CDATA[Detlev Dammeier]]></category>
		<category><![CDATA[Hans-Hermann Schwick]]></category>
		<category><![CDATA[JHV]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidium]]></category>
		<category><![CDATA[Ralf Schnitzmeier]]></category>
		<category><![CDATA[Roland Kentsch]]></category>
		<category><![CDATA[Verschuldung]]></category>
		<category><![CDATA[Wilfried Lütkemeier]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern morgen überrascht das Westfalenblatt mit einem Interview mit Roland Kentsch. Obwohl es mich nicht überrascht, dass sich der von vielen geschmähte und von vielen als Alibi genutzte Ex-Finanzgeschäftsführer öffentlich äußert. An der Zeit ist es auf jeden Fall. Die Reaktionen lassen nicht lange auf sich warten: Detlev Dammeier, Andreas Mamerow, Kentschs Nachfolger und Wilfried Lütkemeier kontern. Ob es mehr Licht ins Dunkle bringt, bleibt abzuwarten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern morgen überrascht das <a title="Interview mit Roland Kentsch auf westfalenblatt.de" href="http://www.westfalen-blatt.de/nachricht/2012-01-16-roland-kentsch-bricht-sein-schweigen-mit-mir-waere-das-nicht-passiert/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=1299&amp;cHash=cd58da5a15d5fcf6186afd2a0870691a" target="_blank">Westfalenblatt mit einem Interview mit Roland Kentsch</a>. Obwohl es mich nicht überrascht, dass sich der von vielen geschmähte und von vielen als Alibi genutzte Ex-Finanzgeschäftsführer öffentlich äußert. An der Zeit ist es auf jeden Fall. Die Reaktionen lassen nicht lange auf sich warten: <a title="Westfalenblatt: Detlev Dammeier, Andreas Mamerow, Kentschs Nachfolger und Wilfried Lütkemeier kontern" href="http://www.westfalen-blatt.de/nachricht/2012-01-17-dammeier-kontert-kentschs-kritik/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=613&amp;cHash=ab5e28273491d6a5c968a1bf2d4bf7c3" target="_blank">Detlev Dammeier, Andreas Mamerow, Kentschs Nachfolger und Wilfried Lütkemeier kontern</a>. Ob es mehr Licht ins Dunkle bringt, bleibt abzuwarten.</p>
<p><span id="more-108"></span></p>
<p>Persönlich kann ich es nachvollziehen, dass Roland Kentsch aufklären will. Die Art und Weise, wie nicht nur mit ihm in der Öffentlichkeit umgegangen wird, ist zumindest stilistisch nicht korrekt. Selbst Vorstände, Wirtschaftsräte und Aufsichtsräte neigen mitunter dazu, ihre Vorgänger dadurch in den Schatten zu stellen, dass sie sich den ehemaligen Gremienvertretern einfach ins Licht stellen, statt selbst zu strahlen. Bei Roland Kentsch ist das anders. Er gilt gemeinhin als <strong>der</strong> Verursacher der größten Krise unseres Vereins.</p>
<h2>Die Vorlage</h2>
<blockquote><p>Mit mir wäre das nicht passiert.</p>
<p>Roland Kentsch</p></blockquote>
<p>Eine interessante These. Und man mag vortrefflich diskutieren, ob er damit langfristig recht hat. Aber er kritisiert zur Recht den Beginn der Saison 2009/2010. Hier wurde Detlev Dammeier tatsächlich mit der Zusammenstellung des Kaders alleine gelassen. Eine kaufmännische Kontrolle fand nach Einschätzung von Kentsch nicht statt. Wenn das auch nur annähernd korrekt ist, liegt hier in der Tat ein Kardinalfehler. Mit allen Mitteln wurde versucht, Arminia binnen einen Jahres wieder in die Bundesliga zu führen. Die Folgen sind uns alle bekannt. Ein völlig überforderter Heinz Anders muss Anfang 2010 eine Lücke nach der anderen bekanntgeben und die DFL bestraft den DSC mit Punktabzug. Das zumindest hätte man verhindern können. Der richtige Weg wäre schon damals der von Detlef Echternkamp, Ralf Schnitzmeier und anderen entwickelte &#8220;Bielefelder Weg&#8221; gewesen. Aus heutiger Sicht ist das allerdings einfach gesagt. Anfang April 2011 habe ich ein Statement geschrieben, das, mit kleinen Abweichungen als Erklärung von Wolfgang Brinkmann, Ralf Schnitzmeier und mir an die Presse geleitet wurde (<a title="PDF-Dokument: Origionalentwurf der Erklärung zum Sanierungskonzept vom 01.04.2011" href="http://www.geilhaupt.com/wp-content/uploads/2012/01/geilhaupt-statement.pdf" target="_blank">Entwurf vom 01.04.2011</a>). Dort heißt es:</p>
<blockquote><p>Trotz sportlichem Niedergang wollen wir allerdings nicht den Fehler machen, der in der vorletzten Saison gemacht wurde. Dieses Mal wollen wir uns erst konsolidieren und dann wieder angreifen.</p></blockquote>
<p>Nach der nicht gerockten Rückrunde war uns schnell klar, dass wir einen weiteren finanziellen Kraftakt nicht hätten stemmen können. Den Fehler aus der Saison 2009/2010 wollten wir definitiv vermeiden. Roland Kentsch sieht jedoch in der Arbeit von Dammeier die eigentliche Ursache der Misere.</p>
<blockquote><p>Verschuldung an sich sagt doch erstmal gar nichts aus. [...] Die spannende Frage ist doch: Kann ich die Verbindlichkeiten bedienen? Nur darum geht es.</p>
<p>Roland Kentsch</p></blockquote>
<p>Auch hier muss ich Herrn Kentsch prinzipiell zustimmen. Nicht die Höhe der Verbindlichkeiten ist entscheidend, sondern die Höhe des Kapitaldienstes. Kann ich den dauerhaft bedienen, bin ich auf der sicheren Seite. Allerdings muss man immer den Worst Case betrachten. Und da habe ich zumindest das Gefühl, dass Herr Kentsch nicht geplant hatte, bis in die dritte Liga abzusteigen. Denn der Kapitaldienst in Höhe von 1,5 Millionen Euro, den er im Interview erwähnt und den der Verein leisten muss, muss durch die Stadionpacht erwirtschaftet werden. In der dritten Liga ein nahezu unmögliches Unterfangen für die KGaA, die mit einem Gesamtetat von drei oder vier Millionen Euro planen muss. Hier wäre eine längerfristige Finanzierung und vor allem ein besser ausverhandelter Zinssatz möglich gewesen. Schließlich hat es Ausfallbürgschaften gegeben, die niedrigere Zinsen möglich gemacht hätten. Immerhin war es uns im letzten Jahr möglich, die Zinsen um mehr als die Hälfte zu senken und sogar einen Tilgungsaufschub zu erreichen.</p>
<h2>Der Konter</h2>
<p>Ich möchte ehrlich sein. Niemals hätte ich damit gerechnet, dass überhaupt jemand auf dieses Interview reagiert. Aber dem Westfalenblatt ist es gelungen, einige der ehemals Verantwortlichen zu einer Stellungnahme zu bewegen, allen voran Detlev Dammeier.</p>
<blockquote><p>Den Schuh ziehe ich mir nicht an!</p>
<p>Detlev Dammeier</p></blockquote>
<p>Das Dumme ist nur, er zieht ihn sich auch nicht aus und verweist stattdessen auf seinen ehemaligen Kollegen:</p>
<blockquote><p>Alle Verträge der Spieler, die geblieben sind, sind doch mit Roland Kentsch zusammen gemacht worden – zu einer Zeit, in der er noch im Amt gewesen ist. [...] Zudem habe ich mit dem Verkauf der Leistungsträger Artur Wichniarek (zu Hertha BSC Berlin) und Robert Tesche (zum Hamburger SV) nicht unerhebliche Transfererlöse zum Wohl des DSC erzielt, obwohl ich speziell Tesche sehr gern behalten hätte.</p>
<p>Detlev Dammeier</p></blockquote>
<p>Dann ist ja gut. Also ist es doch Herr Kentsch gewesen. Hat denn der Sport-Geschäftsführer, der sich trotz seiner Freistellung nicht &#8220;zum Wohle des DSC&#8221; mit selbigem auf eine vorzeitige Vertragsauflösung einigen konnte und bis zu seinem Ausscheiden auf der Payroll stand, in diese Verträge keine Einsicht gehabt? Spätestens nach der Freistellung von Kentsch hätte doch dann ein sofortiger Einstellungsstopp stattfinden müssen.</p>
<p>Andreas Mamerow, Kentschs Nachfolger als Schatzmeister und Mitglied des Aufsichtsrates springt Detlev Dammeier bei.</p>
<blockquote><p>Die Verantwortlichen haben sich seinerzeit lediglich an den von Roland Kentsch und Henrik Wiehl im Frühjahr 2009 aufgestellten und von der Deutschen Fußball Liga genehmigten Lizenzantrag gehalten.</p>
<p>Andreas Mamerow</p></blockquote>
<p>Dann frage ich mich tatsächlich, warum Kentsch überhaupt entlassen wurde, wenn alles das weitergeführt wurde, was er hinterlassen hat. Und ich frage mich, warum niemand gemerkt hat, dass mehr als 7,5 Millionen Euro gefehlt haben.</p>
<p>Der einzige, der &#8211; wenn auch versteckt - Selbstkritik übt ist Wilfried Lütkemeier.</p>
<blockquote><p>Die von Kentsch genannten Zahlen liegen nicht so weit von denen entfernt, die die Staatsanwaltschaft und die wir seinerzeit ermittelt haben.</p>
<p>Wilfried Lütkemeier</p></blockquote>
<p>Das klingt doch schon ein wenig anders. Und es sieht so aus, als sei nicht nur der Tribünenbau der Grund für die Krise sondern eben auch die Saison 2009/2010. Eine Aufarbeitung der Vorgänge ist geschehen, die Staatsanwaltschaft hat die Verfahren gegen Kentsch und Hans-Hermann Schwick eingestellt. Jetzt steht der Verein vor einem Trümmerhaufen und verkauft das Tafelsilber. Schuld ist niemand.</p>
<p>Roland Kentsch wird sicherlich noch vielen Verantwortlichen als Alibi dienen. Zum Teil zurecht, zum Teil aber auch, um von eigenen Fehlern abzulenken. Schade, dass er zu meiner Zeit nicht mehr im Amt war.</p>
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		<title>Union Berlin vermarktet erfolgreich Stadionanteile im Wert von über 2 Millionen Euro</title>
		<link>http://www.geilhaupt.com/2012/01/13/union-berlin-vermarktet-erfolgreich-stadionanteile-im-wert-von-uber-2-millionen-euro/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 09:30:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arminia]]></category>
		<category><![CDATA[Alm]]></category>
		<category><![CDATA[Bielefeld]]></category>
		<category><![CDATA[Kritische Arminen]]></category>
		<category><![CDATA[SchücoArena]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieder einmal ist der kleine Club aus der Hauptstadt meiner Arminia voraus. Nicht nur, dass die Eisernen eine Liga höher aktiv sind. Union hat bei den Mitgliedern die Zehntausender-Marke erreicht und hat erfolgreich Anteile an seiner Stadionbetriebsgesellschaft, die bei den Berlinern in Form einer Aktiengesellschaft gegründet wurde, vermarktet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder einmal ist der kleine Club aus der Hauptstadt meiner Arminia voraus. Nicht nur, dass die Eisernen eine Liga höher aktiv sind. Union hat bei den Mitgliedern die Zehntausender-Marke erreicht und hat erfolgreich Anteile an seiner Stadionbetriebsgesellschaft, die bei den Berlinern in Form einer Aktiengesellschaft gegründet wurde, vermarktet.</p>
<p>Insgesamt 4.141 Personen und Unternehmen erwarben 5.473 Anteilsscheine zum Nennwert von 500 Euro und generierten so insgesamt 2.736.500 Euro. Zugelassen waren ausschließlich Mitglieder und Sponsoren. Damit liegen 43,88 % des Stammkapitals der AG im Streubesitz. Größter Einzelaktionär ist der 1. FC Union Berlin mit einem Anteil von 32,14 %.</p>
<p><span id="more-100"></span></p>
<p>Eine Interessante Variante auch für Arminia. Man hätte so <a title="Ausverkauf, die Letzte!" href="http://www.geilhaupt.com/2011/12/21/ausverkauf-die-letzte/">den Ausverkauf, also die Beteiligung an der KGaA durch wenige</a>, verhindern können. Es wurde jedoch bezweifelt, dass es überhaupt jemanden gibt, der in solch ein Bauwerk wie die Alm investieren will. Zumindest in Berlin scheint es aber genug treue Mitglieder zu geben, die etwas von ihrem Stadion besitzen möchten. Ich bin mir sicher, dass es bei Arminia ein zumindest ähnliches, wenn nicht sogar höheres Potenzial gibt. Unsere Planungen, bzw. Ideen wollten jedoch nicht nur die eigenen Mitglieder involvieren sondern darüber hinaus auch andere Interessenten ansprechen. Die Alm ist im Gegensatz zur Alten Försterei ein echtes Bielefelder Wahrzeichen.</p>
<p>Modelle, Anregungen, Ideen und die passende Kompetenz dazu gibt es in Bielefeld schon seit Jahren. Die Kritischen Arminen haben bereits entsprechende Konzepte vorgelegt und auch durch FiF (hier ein Hinweis in eigener Sache: FiF hat sein Vereinsvermögen an den DSC Arminia Bielefeld e.V. übertragen)  wurden genügend Vorschläge gemacht.</p>
<p>Vorhalten lassen muss ich mir wohl, mich weder im, bzw. mit dem Verwaltungsrat noch im Aufsichtsrat entsprechend durchgesetzt zu haben. Daher trifft mich mittelbar eine Mitschuld daran, dass wir nun unsere Lizenzspielerabteilung verscherbeln. Das ist kein gutes Gefühl.</p>
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		<title>Ausverkauf, die Letzte!</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 11:17:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arminia]]></category>
		<category><![CDATA[Ausverkauf]]></category>
		<category><![CDATA[JHV]]></category>
		<category><![CDATA[Ralf Schnitzmeier]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer mich ein wenig während meiner Amtszeit als Verwaltungsratsvorsitzender  beobachtet hat, dem ist sicher aufgefallen, dass ich den Sponsoren, allen voran Gerhard Weber und der Schüco KG immer positiv und offen gegenüber stand. Für viele war ich sogar oft zu nah dran an den Sponsoren. Auch meine, schon fast freundschaftliche Zusammenarbeit mit Ralf Schnitzmeier war immer wieder Ziel von konstruktiver aber auch polemischer Kritik aus meinem privaten Umfeld aber auch aus den Reihen der Mitglieder des DSC. Für mich war diese Kritik durchaus verständlich und ich habe oft versucht, meine Beweggründe mal mit Erfolg und mal mit Misserfolg zu erläutern. Nach dem gestrigen Abend wundere ich mich ein wenig. Die, die am lautesten schrien, betreiben diese Sponsorennähe ein wenig exzessiver.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer mich ein wenig während meiner Amtszeit als Verwaltungsratsvorsitzender  beobachtet hat, dem ist sicher aufgefallen, dass ich den Sponsoren, allen voran Gerhard Weber und der Schüco KG immer positiv und offen gegenüber stand. Für viele war ich sogar oft zu nah dran an den Sponsoren. Auch meine, schon fast freundschaftliche Zusammenarbeit mit Ralf Schnitzmeier war immer wieder Ziel von konstruktiver aber auch polemischer Kritik aus meinem privaten Umfeld aber auch aus den Reihen der Mitglieder des DSC. Für mich war diese Kritik durchaus verständlich und ich habe oft versucht, meine Beweggründe mal mit Erfolg und mal mit Misserfolg zu erläutern. Nach dem gestrigen Abend wundere ich mich ein wenig. Die, die am lautesten schrien, betreiben diese Sponsorennähe ein wenig exzessiver.</p>
<p>Die gestrige Jahreshauptversammlung, an der gerade einmal 162 Mitglieder teilnahmen, lief wie ein Länderspiel. In seiner Eröffnungsrede versuchte Präsident Zillies mit viel Humor den richtigen Ton zu finden. Er stellte Vergleiche zwischen Zahnärzten und dem Patienten Arminia an und schwadronierte darüber, dass er und sein Präsidium erst einmal Ordnung in das System Arminia bringen mussten. Immerhin sei ihm das gelungen. Vorher, das schwang in seiner Rede durchaus mit, regierten also Chaos und Inkompetenz.</p>
<p><span id="more-63"></span></p>
<h3>Finanzen des Rumpfgeschäftsjahres vorgestellt</h3>
<p>Jetzt könnte man selbstverständlich meinen, dass ich mich angegriffen fühle. Nach der Vorstellung des Finanzberichts war ich jedoch beruhigt. Die anwesenden Wirtschaftsprüfer beschrieben grob die Rahmendaten und dann &#8211; zu meiner Überraschung &#8211; die Punkte, die bereits umgesetzt sind. Da fanden sich dann genau die Maßnahmen wieder, die die damalige Geschäftsführung unter Ralf Schnitzmeier und dem damaligen Aufsichtsrat der KGaA beschlossen und angestoßen wurden. Überhaupt roch es während der gesamten Veranstaltung nach Schnitzel, auch wenn es nur Partywürstchen gab. Reduzierung der Zinsen für die Bankdarlehen auf 2,75% oder die Aussetzung der Tilgung sind nur zwei Meilensteine, die während Schnitzmeiers Amtszeit erreicht wurden. Ebenso wie das Sponsoringpaket &#8220;Bielefelder-Weg-Partner&#8221;, das ebenfalls bereits im Sommer konzipiert und auf den Weg gebracht wurde. Während der gesamten Veranstaltung denke ziemlich ich oft &#8220;wer hat&#8217;s erfunden?&#8221;. Die Antwort gibt von den Protagonisten niemand. Keine Erwähnung derjenigen, die die Sanierung angestoßen oder die neue Satzung signifikant mitgestaltet, bzw. entwickelt haben. Stattdessen Vergangenheitsbashing.</p>
<p>Interessant ist die Reaktion von Schatzmeister Richter auf die Frage eines Mitglieds, ob man die Lizenz für die zweite Liga beantragen würde und das Darlehen von der DFL zurückzahlen könne, wenn es denn sportlich weiter so laufen würde, wie bisher. Zum ersten Mal ist Richter sprachlos. Ich bin darüber mehr als <del>überrascht</del> erschrocken.</p>
<h3>Stadionausgliederung</h3>
<p>Das in meinen Augen beste Konzept zur Sanierung, die Vermarktung von Anteilen an der Stadiongesellschaft, scheitert (mal wieder) an Formalien und der Sportförderung. Ich habe wie immer den Verdacht, dass man hier weder Investoren, die von außerhalb kommen, noch die Mitglieder wirklich beteiligen will. Ich war zumindest bis zum September über die Pläne zur Ausgliederung informiert und behaupte, dass es längst hätte umgesetzt werden können. Selbst dann, wenn die Sportförderung zurückgezahlt werden müsste. Mit einem guten Vertrieb, eine Agentur war bereits durch den damaligen Verwaltungsrat zur Präsentation eingeladen worden, hätte Arminia bundesweit kleine und große Anleger finden können. Der Verein und vor allem die Lizenzmannschaft wären so mittel-, bzw. langfristig saniert gewesen. Sicherlich, es wäre das Tafelsilber verkauft worden. Mein Angebot an das neue Präsidium, dieses Modell noch einmal vorzustellen, blieb &#8211; wen wunderts &#8211; unkommentiert.</p>
<h3>Der Hammer kommt (fast) zum Schluss</h3>
<p>Statt also die Vermarktung des Stadions anzugehen, wie es seit Monaten gefordert wurde, wird nun die Eigenständigkeit des DSC auf lange Sicht regelrecht verscherbelt. Uns wurde zwar eine Rückkaufoption, bzw. ein Rückkaufrecht versprochen. Aber sind wir doch mal ehrlich. Wenn die KGaA ihr Stammkapital verdoppelt und damit 49% der Anteile an externe Investoren abgibt, dann müssen wir damit rechnen, dass es uns kaum gelingen wird, die Anteile zum Nennwert zurückzukaufen. Vor allem nicht dann, wenn der e.V. so klamm bleibt, dass er niemals die dafür nötigen 2,490 Mio. EURO aufbringen kann.</p>
<p>Präsidium und Wirtschaftsrat bleiben hier vieles schuldig. Wurde eine Unternehmensbewertung durchgeführt? Wenn ja, wie hoch ist dann der Wert? Werden die Aktien zum Nennwert ausgegeben oder ist ein Agio fällig? Als Vergleich: Für 60% der Anteile und 49% der Stimmrechte der TSV 1860 München KGaA musste der Investor Hasan Ismaik rund 14 Mio. EURO investieren. Der Nennwert aller Aktien (100%) beträgt hingegen lediglich 6,5 Mio. EURO.</p>
<p>Die auf der letzten Mitgliederversammlung oft beschworene Transparenz bleibt vollständig aus. Der eigentliche Beschlussantrag, der zwar entschärft, aber dadurch nicht besser wird, taucht nicht in der Einladung zur JHV auf und wird &#8211; bei Arminia inzwischen Usus &#8211; als letzter Punkt diskutiert und mit nur wenigen Gegenstimmen (meiner eingeschlossen) durchgewinkt. Ich freue mich jetzt schon darauf, dass es zukünftig eine Sperrminorität bei Arminia gibt, die relevante Beschlüsse wie Satzungsänderungen der KGaA blockieren kann und vermutlich aus einer Person besteht. Der e.V. hat 9.600 Mitglieder.</p>
<h3>(Ganz) zum Schluss ist selbst der ewige Rebell zufrieden</h3>
<blockquote><p>Endlich habe ich das Gefühl, dass das Präsidium die Mitglieder wieder Ernst nimmt.</p>
<p><em>Volker Wohlfahrt</em></p></blockquote>
<p>Für mich der Satz des Abends. Wenn selbst Volker Wohlfahrt nicht mehr versteht, was gestern Abend leise, still und heimlich verabschiedet wurde, dann hat die neue Vereinsführung wirklich einen tollen Job gemacht. Dumm nur, dass wir weder beim Zahnarzt noch im Quatsch Comedy Club sind.</p>
<p>Ich ertappe mich jedenfalls dabei, dass ich mir die Herren Brinkmann, Lütkemeier und Erdmann zurückwünsche. Das macht mir Angst.</p>
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		<title>Union Berlin macht&#8217;s vor</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 11:30:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arminia]]></category>
		<category><![CDATA[SchücoArena]]></category>
		<category><![CDATA[Verwaltungsrat]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Berliner Morgenpost berichtete am]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Berliner Morgenpost berichtete am 7. November, <a title="Artikel in der Berliner Morgenpost" href="http://www.morgenpost.de/sport/union/article1817533/Union-Berlin-verkauft-das-Stadion-an-seine-Fans.html">Union Berlin verkaufe sein Stadion an seine Fans</a> und findet die Idee &#8220;ziemlich pfiffig&#8221;. Während der 1. FC Union Berlin also seine Mitglieder und Sponsoren &#8211; und nur die dürfen Aktien kaufen &#8211; mit einbindet, um ein bundesligataugliches Stadion zu bauen, ist man bei unserer Arminia schon soweit. Zumindest, was das Stadion angeht. Die Alm ist absolut bundesligatauglich. Doch mir fallen, mit einem leichten Schmunzeln, durchaus einige Parallelen zu der einen oder anderen Idee auf, die wir vor und während unserer Amtszeit immer wieder in die Gremien gebracht haben. Nein, es sind nicht <em>einige</em> Parallelen, es ist im Prinzip die gleiche Idee.</p>
<p><span id="more-48"></span></p>
<div id="attachment_50" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://www.geilhaupt.com/wp-content/uploads/2011/11/1024px-Bielefeld_SchücoArena.jpg"><img class="size-medium wp-image-50  " title="SchücoArena in Bielefeld" src="http://www.geilhaupt.com/wp-content/uploads/2011/11/1024px-Bielefeld_SchücoArena-400x200.jpg" alt="SchücoArena in Bielefeld" width="250" height="125" /></a><p class="wp-caption-text">SchücoArena ©Zefram</p></div>
<p>Öffentlich gemacht haben ein solches Konzept bereits vor Jahren die Kritischen Arminen sowie Friedrich Straetmanns und ich im März 2010, als wir <em>Fußball ist Fansache</em> gründeten. Doch was uns von den Unionern unterscheidet, ist anscheinend die Akzeptanz in den Gremien für unorthodoxe Lösungen. Immerhin haben wir im Januar die DSC Arminia Bielefeld Arena- &amp; Liegenschafts-Management GmbH &amp; Co. KG (ALM) gegründet, um unser Stadion dorthin auszugliedern. Das sollte (und würde) den e.V. schnell und konsequent auf dem Papier entschulden, denn immerhin ist die Alm laut Gutachten etwa fünfundzwanzig Millionen Euro wert. Eine Summe, die sich mit den Verbindlichkeiten nahezu deckt. Sicherlich, es gibt noch einige Gründe, warum das Stadion noch nicht ausgegliedert ist. Trotzdem sind bereits jetzt alle technischen Voraussetzungen für eine Vermarktung von Stadionanteilen geschaffen.  Doch selbst diese Gründe ließen sich durch ein leicht verändertes Konzept umgehen. Man könnte das Stadion sogar im Verein belassen, wie ein ein ausgewiesener Fachmann, der uns während der gesamten Ideenfindung permanent unterstützt hat, nochmals bestätigte.</p>
<p>Mit den eingenommenen Geldern aus dem Verkauf von Anteilen könnte man die dringenden Probleme lösen:</p>
<ul>
<li>Reduzierung des Kapitaldienstes durch Ablösung der Bankkredite</li>
<li>Rückführung des Darlehens an die DFL</li>
<li>Reduzierung der Stadionpacht aufgrund des geringeren Kapitaldienstes und damit mehr Mittel für den Etat der KGaA zur Verwirklichung der sportlichen Ziele</li>
</ul>
<p>Sicherlich wird es nicht möglich sein, ad hoc genug Kapital einzusammeln. Die Einwerbung der Mittel und die Ablösung der Bankdarlehen müssen sukzessiv ablaufen. Außerdem bin ich mir sicher, dass diese Idee auch Kapitalgeber außerhalb der Region ansprechen würde, die Ihr Geld in einer Sonderimmobilie anlegen möchten.</p>
<p>Ich für meinen Teil hoffe, dass sich auch das neue Präsidium intensiv mit diesem Gedanken beschäftigt. Langfristig ist diese Option in meinen Augen ein guter Weg, um sich aus der Finanzmisere zu befreien und unabhängiger von Banken und Sponsoren zu werden, auch, wenn diese sehr viel für unsere Arminia getan haben. Allen voran Gerhard Weber und die Schüco International KG.</p>
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		<title>Reaktionen</title>
		<link>http://www.geilhaupt.com/2011/10/22/reaktionen/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Oct 2011 06:10:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arminia]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Willkommen im Club]]></category>
		<category><![CDATA[Kritische Arminen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wow, mein Telefon steht kaum]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wow, mein Telefon steht kaum still und mein eMailpostfach quillt über. Wüste Beschimpfungen, nette Kommentare und polemischen Schwachsinn muss ich mir anhören und lesen.<br />
Man könnte fast meinen, meine kleine Ankündigung macht den einen oder anderen ein wenig nervös.<br />
Aber statt konstruktive Kritik zu üben, wird über meinen literarischen Stil geschimpft und mir vorgeworfen, ich wolle schmutzige Wäsche waschen. Basis dafür ist das <a href="/2011/10/18/uberraschungssieg/">erste Kapitel</a>. Aha.</p>
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		<title>Beweggründe</title>
		<link>http://www.geilhaupt.com/2011/10/20/beweggrunde/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 10:26:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arminia]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Verwaltungsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Willkommen im Club]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hatte wirklich nicht damit]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte wirklich nicht damit gerechnet, dass mein Blog so hohe Wellen schlägt. Eine Diskussion im Forum <a title="Externer Link: Zum Forum dsc4ever" href="http://www.dsc4ever.de/">dsc4ever.de</a> ist nur wenige Stunden nach dem Liveschalten meiner Website entbrannt und auch das Westfalenblatt hat ein <a title="Externer Link: Interview im Westfalenblatt" href="http://www.westfalen-blatt.de/nachricht/2011-10-20-geilhaupt-schreibt-ein-buch-einige-inhalte-pikant/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=613&#038;cHash=8dfa3de318b457f0a97d0f0afa3260d3">Interview mit mir</a> geführt.</p>
<p>Da es neben einigen ermunternden Kommentaren auch sehr viel Kritik gab und gibt, möchte ich die Gelegenheit nutzen und die Beweggründe für meinen Entschluss, das Schreiben zu beginnen, darlegen.</p>
<p><span class="Apple-style-span" style="font-size: 15px; font-weight: bold;">Gibt es einen kommerziellen Hintergrund?</span></p>
<p>Es gibt weder einen Verlag noch einen Auftraggeber für <a title="Interner Link: Zur Kategorie Willkommen im Club" href="/category/arminia/willkommen-im-club/">Willkommen im Club</a>. Und daran wird sich vermutlich auch nichts ändern. Ich schreibe in erster Linie für mich und diejenigen, die meine Geschichte interessiert. Sollte es jedoch tatsächlich jemanden geben, der das Buch in Druck geben möchte, dann werde ich selbstverständlich nicht nein sagen. Aber selbst damit würde sicherlich keinerlei Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag entstehen, das man als kommerziell bezeichnen kann.</p>
<h3>Geht es um Reinwaschen der eigenen Tätigkeit?</h3>
<p>Nein. Es geht um die Geschichte als solche. Ich habe während meiner Tätigkeit bei Arminia Fehler gemacht, die ich heute nicht noch einmal machen würde. Aber es geht natürlich auch um Dinge, die ich oder besser der Verwaltungsrat nicht durchsetzen konnte. Und damit geht es auch um meine Vision einer Arminia, die in der Zukunft wieder unabhängig ist.</p>
<p>Selbstreflexion trifft es wohl am besten.</p>
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		<title>Überraschungssieg</title>
		<link>http://www.geilhaupt.com/2011/10/18/uberraschungssieg/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 19:10:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex</dc:creator>
				<category><![CDATA[1. Kapitel]]></category>
		<category><![CDATA[Arminia]]></category>
		<category><![CDATA[Willkommen im Club]]></category>
		<category><![CDATA[Alm]]></category>
		<category><![CDATA[Bielefeld]]></category>
		<category><![CDATA[JHV]]></category>
		<category><![CDATA[Stadthalle]]></category>
		<category><![CDATA[Verwaltungsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich schnelle hoch wie ein]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich schnelle hoch wie ein Klappmesser als ich meinen Namen höre. Wieviele Stimmen ich bekommen habe, kann ich nicht hören. Die Stimme von Versammlungsleiter Michael Vesper geht im Gejohle der Menge unter und ich bin einen Moment wie in Trance. Ich drehe mich zu meinen Leuten um und balle die Faust. Unfassbar, ich bin gewählt. Dass Olaf Köster den fünften und damit letzten Platz im Verwaltungsrat erobert hat, nehme ich erst Sekunden später wahr. Sekunden, die mir wie eine Ewigkeit vorkommen.</p>
<p><span id="more-24"></span></p>
<p>Die Stunden vor der Wahl verbringe ich in der zweiten Reihe im Saal der Stadthalle. Ein leicht angeknicktes Papierschild reserviert den Kandidaten für den Verwaltungsrat die Sitzplätze. Ich bemerke, dass ich zum ersten Mal in der Stadthalle bin. Trotz der modernen Architektur kommt mir der Saal überraschend bieder vor. Immer wieder verlasse ich den Saal, um eine Zigarette zu rauchen. Oder zwei. Auf dem Raucherbalkon begegne ich vielen unbekannten Gesichtern, die mich merkwürdig mustern. Ich bin nervös, trinke Kaffee und rauche. Der Anzug ist mir zu warm und die Krawatte, die mir Dominik bei Bert im Büro gebunden hat, ist etwas zu eng. Gerade habe ich den Vortrag von Friedrich Straetmanns und Wilfried Lütkemeier verpasst, der sich mit der Aufarbeitung des Osttribünendesasters beschäftigt. Eigentlich ist genau das der Grund, warum ich in den Verein eingetreten bin und mich engagieren will. Doch ich bin wieder zu nervös und gehe lieber rauchen. Draußen fällt mir ein anderer Raucher auf. Zurückgegeltes Haar, vielleicht Anfang vierzig, guter Anzug, keine Kravatte. Es ist David Frink, Vorstandsmitglied der Gerry Weber AG und Gerhard Webers rechte Hand. Seine Kandidatur wurde vom Ehrenrat abgelehnt. Für den kleinen großen Unternehmer aus Halle ein Schlag ins Gesicht. Vor allem, weil mit Thomas Lauritzen ein Vertreter der Schüco KG zugelassen ist. Dirk-Uwe Hindrichs, geschäftsführender Gesellschafter der Schüco KG und Gerhard Weber mögen sich zu dem Zeitpunkt nicht wirklich. Arminia ist zur Zerreisprobe zwischen den beiden so unterschiedlichen Unternehmern geworden.</p>
<p>Jetzt geht es los. Der nächste Tagesordnungspunkt ist die Vorstellung der Kandidaten. Ich drücke die Zigarette aus, knülle das Softpack zusammen und schmeiße es in den Ascher. Dann sitze ich wieder auf meinem Platz in Reihe zwei. Michael Vesper hat eine glorreiche Idee: Er lässt die Kandidaten in umgekehrter Reihe antreten. Das missfällt mir, da ich etwas anderes geplant habe. Außerdem ist die Stimmung unter uns gerade etwas angespannt. „Wo ist das Backoffice“, schicke ich per SMS an unsere Leute im Saal. Dann beruhige ich mich wieder, da Michael Welscher seine Kandidatur gerade zurückgezogen hat. Dafür ist jetzt Olaf plötzlich unsicher, nachdem er sich mit Ralf Schnitzmeier, dem Geschäftsführer der KGaA angelegt hat. „Scheiß drauf, Olaf, wir rocken jetzt die Halle“, mache ich ihm Mut. Er grinst.</p>
<p>André Schröder muss sich zuerst vorstellen. Das geht kolossal schief. Dann folgen die anderen. Olaf macht einen guten Job. Vor mir ist Arndt Heiderich an der Reihe, Besitzer der meisten McDonald’s-Filialen in Bielefeld. Dann komme endlich ich. Mit festen Schritten gehe ich ans Rednerpult und lege meine Rede vor mir ab. Ich habe zwei Minuten. Meine Stimme ist sicher und dynamisch, so wie geübt. Ich erhalte als einziger Beifall während meiner Rede, da ich die Rolle von Wolfgang Brinkmann im Aufsichtsrat anprangere. Später wird mir das ein wenig leidtun, doch heute Abend zählt nur der Erfolg. Ich gehe ab, wieder Beifall. Höflich warte ich auf den letzten Redner und gehe sofort wieder raus auf den Raucherbalkon. Dann wird ausgezählt.</p>
<p>Ich muss nach der Wahl viele Hände schütteln, auch die von Gerhard Weber und Dirk-Uwe Hindrichs, die während der Versammlung oft beieinander sitzen. Vom Präsidium gratuliert keiner. Zum Glück will niemand ein Interview mit mir führen. Das lässt man lieber Charles Schwede machen. Der wirkt in seinem grünen Anzug zwar etwas overdressed, kommt aber bei den Medien gut an. Es werden nur ein paar Bilder gemacht, ich gebe ein kurzes Statement der NW und gehe wieder auf den Raucherbalkon. Mein alter Kumpel Willy hat mal den Ausdruck „Torkippe“ kreiert. Nach jedem Tor auf der Alm – und nur dann – haben wir uns eine Zigarette gegönnt. Während ich daran denke, lächle ich vor mich hin.</p>
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		<title>Willkommen im Club</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 18:41:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arminia]]></category>
		<category><![CDATA[Willkommen im Club]]></category>
		<category><![CDATA[Alm]]></category>
		<category><![CDATA[Bielefeld]]></category>
		<category><![CDATA[SchücoArena]]></category>
		<category><![CDATA[Verwaltungsrat]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich könnte ich ja meine]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich könnte ich ja meine Klappe halten. Aber das Jahr zwischen Oktober 2010 und Oktober 2011 war das wohl aufregenste und spannenste Jahr seit ich denken kann. Ich war plötzlich im Verwaltungs- und Aufsichtsrat eines Profifußballvereins. Oder das, was davon übrig geblieben ist.</p>
<p>Arminia ist für mich ein Stück alte Heimat und ich habe mich sehr gern engagiert, bin zigtausend Kilometer gefahren und habe an unzähligen Sitzungen teilgenommen. Ich habe außerdem eine Menge interessanter Leute kennen und schätzen gelernt.</p>
<p>Aus diesen Gründen habe ich mich entschlossen, meine Erlebnisse schriftlich festzuhalten. Wie schon bei Facebook angekündigt, schreibe ich gerade an einem Buch. Der Titel: Willkommen im Club. Ich werde hier einige Auszüge veröffentlichen. Ob ich es jemals in Druck geben werde oder nicht, steht noch nicht fest.</p>
<p>Alles weitere Findet Ihr in der <a title="Kategorie Willkommen im Club" href="/category/arminia/willkommen-im-club/">Kategorie Willkommen im Club</a>.</p>
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		<title>Der Blog ist tot, es lebe der Blog</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 14:11:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex</dc:creator>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit über einem Jahr habe]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit über einem Jahr habe ich nichts mehr gebloggt. Für mich ein Anlass, den alten Blog sterben zu lassen und einen neuen zu beginnen.  Es ist ja auch eine Menge passiert, zwischen Oktober 2010 und heute.</p>
<p>Lasst Euch einfach überraschen. Ich werde sicherlich viel Unsinniges aber auch viel Interessantes schreiben. Und ja, auch Arminia spielt dabei eine Rolle. Irgendwie muss man diese Geschichte ja verarbeiten.</p>
<p>Viel Spaß im neuen Blog!</p>
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